Imkerverein Ludwigsfelde

Vereinsitzung März 2017

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Vereinsitzung März 2017

Heute fand wieder unsere Vereinssitzung statt. Aktuelle Themen waren unser Brief an die Stadt Ludwigsfelde, in dem wir anbieten, der Stadt bei Bepflanzungen und Flächenplanungen beratend und ganz praktisch zur Seite zu stehen. Sobald wir eine Antwort des Bürgermeisters vorliegen haben, werden der Brief und die Antwort hier veröffentlicht. Weiter ging es mit den wichtigsten Anstehenden Terminen: 1. Info-Veranstaltung für Imker, 2. Vertreterversammlung des Landesverbandes am 26.03. sowie 3. Die Verschiebung unserer Standbegehung auf den 10.06.2017

Im Hauptteil der Sitzung ging es wieder um die anstehenden Arbeiten im März: Das Wichtigste ist die Futterkontrolle! Ab jetzt, wo es endlich etwas wärmer ist und unsere Bienen beginnen fleißig auszufliegen und die Brutnester immer größer werden, benötigen die Bienen sehr viel Energie – also Futter. Die Zehrung der Bienen ist im März/April am größten und genau da steht noch keine Massentracht bereit. Die Flugbienen tragen fleißig Pollen ein, um die Brut zu versorgen, das „Flugbenzin“ jedoch müssen sie sich noch aus den Futterwaben holen. Völker die nicht ausreichend Futter haben verhungern und gehen ein. Deshalb Futter kontrollieren!!

Für die Futterkontrolle muß das Volk gar nicht groß gestört werden: Folie dort hochnehmen, wo das Volk nicht sitzt … sind volle Futterwaben und Futterkränze zu sehen? Dann ist alles prima!! Sind jedoch auch die Randwaben leer und keine Futterkränze über dem Brutnest mehr erkennbar, wird es ggf. Zeit für eine Notfütterung.

Notfütterung: Im Frühjahr bieten sich – aus unserer Sicht – vor allem drei Methoden an. Zum Einen das Zuhängen von Futterwabendie Notfütterung von oben mit Futterteig oder Flüssigfutter

Variante 1: Wer Futterwaben von aufgelösten Völkern oder aus dem Vorjahr zur Verfügung hat, kann eine leere Wabe entnehmen und eine Futterwabe ans Brutnest hängen. Dies ist die natürlichste und beste Art.

Variante 2: Beim Futterteig, ob selbst gemacht oder fertig gekauft, wird die Folie auf einer Seite  leicht aufgeschnitten, so dass eine 2-3cm breiter und 5cm lange Öffnung entsteht. Nun wird der Futterteig mit der Öffnung nach unten direkt über das Brutnest auf die Oberträger der Rähmchen gelegt.

Variante 3: Selbst gemachter Futterteig wird so angemischt, dass er als Fladen auf die Oberträger, direkt über dem Brutnest, gelegt werden kann.

Variante 4: Flüssigfutter wird in einen kleinen Plastikbeutel gefüllt, dieser wird auf einer Seite mit einer Nadel und ein paar Stichen in die Folie, fein perforiert. Nun wird der Beutel auf die Oberträger der Rähmchen, direkt über dem Brutnest platziert

Alternativ kann auch versucht werden Flüssigfutter von unten zu füttern, hierbei kann es jedoch, auch so früh im Jahr, zu Räuberei kommen, so dass wir diese Methode unseren Imkern nicht empfehlen.

Weitere Aufgaben im März:

  • Aufpäppeln von Schwächlingen: Völker die schwach aus dem Winter kommen, werden über ein königinnendichtes Absperrgitter einem starken Volk aufgesetzt. Nach zwei – drei Wochen ist das schwache Volk durch die Hilfe des starken ebenfalls erstarkt. Nun kann wieder geteilt werden. Dabei kommt das schwache Volk auf den Platz des Starken, so dass ihm die meisten Flugbienen zugute kommen. Das starke Volk kommt auf einen anderen Platz. So kann ggf. bei vielen Völkern erreicht werden, dass sich die Volksstärken ausgleichen und dann im April alle Völker ähnlich stark in die Tracht gehen.
  • Boden säubern: Ende März sollten bei allen Völkern die Böden gereinigt werden, um den Wintertotelfall zu beseitigen.
  • ggf. wenn die Völker weit genug sind: Ist der März weiterhin freundlich und warm, wird es Ende März Zeit für die erste Völkerdurchsicht. Hierbei werden Völker die einräumig geführt werden (Dadant, Zadant, DN 1,5 o.ä.) auf die besetzten Waben eingeengt und daneben die Schiede gesetzt. Waben die nicht besetzt werden oder entfernt werden sollen, kommen hinter das Schied. Völker auf Zander oder DNM die einräumig überwintert wurden, werden nun um einen zweiten Brutraum erweitert. Bei zweizargig überwinterten Völkern ist bis zur Kirschblüte nichts zu tun …
  • Honigräume vorbereiten und die Tracht im Auge behalten!! Blühen die Weiden? Wie weit ist das Obst? Wann kommt der Löwenzahn? ==> Fangen die Kirschen an zu blühen wird es Zeit den ersten Honigraum aufzusetzen. Dies ist normalerweise erst im April der Fall … trotzdem: Augen offen halten und schon im März die Honigräume vorbereiten.

Dies waren meine Aufzeichnungen aus der Sitzung.

Für diejenigen die interessiert, welche Pflanze sich hinter dem Pollen verbirgt den seine Bienen eintragen, sei diese Seite empfohlen: http://www.kalcool.com/imker/pollenfarben1.html

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